Der Perpetual Traveler

Was genau ist ein Perpetual Traveler?

Die Theorie hinter dem Perpetual Traveling (auch bekannt als Flag Theory oder abgekürzt PT) basiert darauf, dass man sich nirgendwo auf der Welt lange genug aufhält, um steuerlich ansässig zu werden.

Perpetual Traveler leben nach dem Motto: „Gehe dorthin, wo du am besten behandelt wirst.“

Ein PT hat keinen festen Wohnsitz im klassischen Sinne. Sie nutzen die Souveränität verschiedener Staaten aus, indem sie ihre Lebensbereiche auf mehrere Länder verteilen:

  • Staatsbürgerschaft in Land A.
  • Unternehmen/Einkommen in Land B.
  • Wohnsitz/Aufenthalt in den Ländern C, D und E.
  • Banking in Land F.
Perpetual Traveler
Perpetual Traveler

Wie sieht mein Leben konkret aus?

Mein Alltag als Digitaler Nomade und PT ist ein Spagat zwischen absoluter Freiheit und hoher Selbstorganisation.

1. Der „Büro“-Alltag

Mein Laptop ist mein wertvollster Besitz. Ob ich gerade in einer Rooftop-Bar in Bangkok sitze, in einem Co-Working-Space in Medellín oder in einem Café in Da Nang – gearbeitet wird immer. Der Unterschied zum 9-to-5-Job ist, dass ich meine Pausen im Meer verbringe oder den Sonnenuntergang in einer neuen Zeitzone genieße.

2. Die 183-Tage-Regel (und weniger)

Um rechtlich „frei“ zu sein, achte ich darauf, in den meisten Ländern nicht länger als 90 oder 183 Tage zu bleiben. Das bedeutet, dass ich etwa alle drei bis sechs Monate meine Zelte abbreche. Das klingt anstrengend, aber es hält den Geist wach. Man wird zum Experten für Visa-Bestimmungen und lokale Airbnb-Märkte.

3. Minimalismus als Basis

Alles, was ich besitze, passt in einen Rucksack und einen Handgepäck-Trolley. Wenn du ständig unterwegs bist, merkst du schnell, wie wenig materieller Besitz du wirklich brauchst. Freiheit wiegt schwerer als ein voller Kleiderschrank.

4. Die soziale Komponente

Das ist die größte Herausforderung. Man lernt ständig faszinierende Menschen kennen, aber Abschiede gehören zur Routine. Deshalb sind Netzwerke aus Gleichgesinnten (andere Digitale Nomaden) so wichtig – man trifft sich immer mal wieder irgendwo auf der Welt.


Warum macht man das?

Es geht nicht nur um das Sparen von Steuern. Es geht um maximale Selbstbestimmung.

  • Geografische Freiheit: Wenn mir das Wetter oder die politische Lage in einem Land nicht passt, ziehe ich weiter.
  • Persönliches Wachstum: Jedes neue Land fordert dich heraus, deine Komfortzone zu verlassen.
  • Lifestyle-Design: Ich entscheide jeden Tag neu, wie mein Umfeld aussehen soll.

„Die Welt ist ein Buch, und wer nicht reist, liest nur eine Seite.“ – Ich lebe dieses Buch jeden Tag, Kapitel für Kapitel.

Impressionen aus dem Arbeitsalltag