Cementerio de la Recoleta 🪦 & Eva Perón
📍Buenos Aires – Argentina 🇦🇷
Hola aus dem sonnigen Buenos Aires! 🇦🇷
Heute habe ich den Cementerio de la Recoleta besucht – und ehrlich gesagt, das Wort „Friedhof“ wird diesem Ort kaum gerecht. Es ist eher eine steinerne Stadt der Toten, ein Labyrinth aus Marmor, Engeln und Familiengeschichten, das mitten im schicken Viertel Recoleta thront.
Hier sind die Eindrücke meines heutigen Streifzugs:







🏛️ Architektur, die den Atem raubt
Man läuft durch schmale Gassen, flankiert von Mausoleen, die größer sind als manche Tiny Houses. Von neugotischen Türmen bis hin zu Art-déco-Monumenten ist alles dabei. Es ist faszinierend (und ein bisschen skurril), wie hier der Reichtum der argentinischen Elite über den Tod hinaus konserviert wird.
🌹 Das Grab von Evita
Natürlich führt kein Weg an der Ruhestätte von Eva Perón vorbei. Wer ein riesiges Monument erwartet, wird überrascht: Ihr Grab ist eigentlich recht schlicht in der Familienkapelle der Duartes untergebracht. Aber die frischen Blumen und die Briefe, die täglich in die Gitter gesteckt werden, zeigen, wie präsent ihr Erbe noch immer ist.
🐈 Die wahren Wächter
Was mir besonders aufgefallen ist: Die unzähligen Streunerkatzen, die auf den sonnenwarmen Grabplatten dösen. Sie wirken wie die heimlichen Besitzer dieses Ortes und lassen sich von den Touristenmassen absolut nicht aus der Ruhe bringen.
Fun Fact: Einige der Statuen hier sind so detailliert, dass man fast erwartet, sie würden gleich blinzeln. Besonders die Geschichte von Liliana Crociati, die mit ihrem Hund in Bronze verewigt wurde, geht unter die Haut.
Mein Fazit für heute: Ein absolutes Muss in Buenos Aires. Es ist friedlich, ein bisschen schaurig-schön und man vergisst völlig den Lärm der Großstadt direkt vor den Mauern.
Wer war eigentlich Eva Perón?
Eva Perón, oft liebevoll Evita genannt, ist weit mehr als nur eine historische Figur – sie ist das Herz und die Seele der argentinischen Identität. Ihr Aufstieg von einer jungen Schauspielerin aus ärmlichsten Verhältnissen zur mächtigsten Frau des Landes ist die ultimative „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Geschichte, die hier jeder kennt.
Hier sind die wichtigsten Punkte zu ihrem Leben und Wirken:
✨ Ihr Weg nach oben
- Herkunft: Geboren 1919 in Los Toldos, wuchs sie in Armut auf. Mit 15 Jahren zog sie nach Buenos Aires, um ihren Traum als Schauspielerin und Radiomoderatorin zu verwirklichen – was ihr tatsächlich gelang.
- Die Begegnung: 1944 lernte sie bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung den damaligen Arbeitsminister Juan Domingo Perón kennen. Es war der Beginn einer Partnerschaft, die Argentinien für immer verändern sollte.
🏛️ Politische Rolle & Engagement
- Primera Dama: Als ihr Mann 1946 Präsident wurde, brach sie mit der traditionellen, eher passiven Rolle einer First Lady.
- Frauenrechte: Sie war die treibende Kraft hinter der Einführung des Frauenwahlrechts in Argentinien im Jahr 1947.
- „Engel der Armen“: Über ihre Stiftung baute sie Schulen, Krankenhäuser und Altersheime. Für die Arbeiterklasse, die sie respektvoll „Descamisados“ (die Hemdlosen) nannte, wurde sie zur Hoffnungsträgerin und fast wie eine Heilige verehrt.
🕯️ Ein früher Abschied und ewiger Kult
- Tragisches Ende: Evita starb 1952 im Alter von nur 33 Jahren an Krebs. Ihr Tod löste eine beispiellose Staatstrauer aus.
- Die Odyssee ihres Körpers: Nach ihrem Tod wurde ihr Leichnam einbalsamiert. Nach einem Militärputsch verschwand er für fast 20 Jahre und wurde nach einer Reise durch Europa erst in den 70ern zurück nach Buenos Aires gebracht.
- Heute: Sie ruht nun im Familiengrab der Duartes auf dem Recoleta-Friedhof, den ich heute besucht habe. Ihr Gesicht blickt zudem als riesiges Wandbild vom Gesundheitsministerium über die Avenida 9 de Julio auf die Stadt hinab.
Witzige Randnotiz: Viele kennen sie vor allem durch das Musical „Evita“ und den Song „Don’t Cry for Me Argentina“. Aber wenn du hier in Buenos Aires mit den Menschen sprichst, merkst du schnell: Für sie war sie keine Musical-Figur, sondern eine reale Kämpferin.
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Euer msc
